Arbeit am Tonfeld®                              mit Robert Österreicher


Wer etwas mit den Händen berührt, der wird selbst auch davon berührt.


Die Arbeit am Tonfeld® ist eine

von Heinz Deuser patentierte

kunsttherapeutische Methode.


Das eigentliche Tonfeld besteht aus einem Holzkasten mit formbarem Ton.

Bei der Arbeit am Tonfeld® wird der Ton mit geschlossenen Augen berührt, wahrgenommen und gestaltet.

Im Dialog der Hände soll die Bewegung als gestaltende Kraft wirken. Wer etwas mit den Händen berührt, der wird selbst auch davon berührt. Dieses Berührtsein fordert heraus und lädt ein zu lebendigen Improvisationen, die wiederum berühren.

Das begrenzte Feld vermittelt den wahrnehmenden Händen Halt, die ebene Fläche bietet freien Raum. Das formbare Material lädt ein zu Erprobungen, es nimmt jede Berührung auf und lässt Gestaltung und Verwandlung zu.


Der Ton ist hier nicht nur Mittel zur Gestaltung. Er wird zu einem Gegen- über, das die Bewegung aufnimmt und darin zugleich berührt. Das Greifen selbst gestaltet sich: Bewegung wird Gestalt. Das Feld wird zum Bild- schirm der eigenen haptischen Auffassung und - im Verlauf der Arbeit - zum Ort der Verwirklichung eigener Bedürfnisse.
 Wichtig sind dabei der Zuspruch und die Präsenz des Begleiters.

 

Statt der Objekterfahrung hebt die Arbeit am Tonfeld® das Beziehungsgeschehen hervor, das sich gestaltet und zum Informations-schema wird. Das Tonfeld lässt die Beziehung, in der wir unserem Gegenüber sowie uns selbst begegnen, erleben und Gestalt finden.

 

Die Gestaltbildungen in der Tonfeldarbeit entsprechen in ihrem Bildcharakter denen des kollektiven Unbewussten, das C.G. Jung entdeckte. Alle Persönlichkeitsentwicklung beruht auf einem Beziehungsgesche-hen. Die Arbeit am Tonfeld® nimmt diesen Zusammenhang auf und gestaltet ihn. Sie dokumentiert die Beziehung, in der wir zur Welt stehen, in der wir unsere Welt wahrnehmen und lädt ein zur weiteren Entfaltung eigener Möglichkeiten.
 Beziehungsentfaltung ist immer auch Selbstentfaltung.